#Konsumauszeit

Konsumauszeit November, meine zweite Woche

Samstag fehlten mir die Worte. Für einen Blogbeitrag nicht zuträglich. Ich bin in Woche drei, also zumindest ein paar worte zu Woche 2 meiner Konsumauszeit

Eigentlich habe ich am Samstag meinen Beitrag zur Konsumauszeit online stellen wollen. Dann erfuhr ich von „der Sache in Paris“ und fand den Dreh nicht. Zusätzlich gibt es privat etwas, dass mich im Geiste sehr beschäftigt und das Wort Konsum war NICHT dabei. Schon immer wieder erstaunlich wie sehr mich Vorkommnisse oder Begebenheiten geistig so einnehmen können, dass ich nicht einmal mehr auch nur annähernd Lust auf „Shopping“ verspüre…

Konsumauszeit Woche 2

Ich bin kein Minimalist

In den letzten Tagen habe ich den ein oder anderen Beitrag über die Konsumauszeit gelesen. Mitunter kam ich ins Staunen, was alles für Gedanken bei Einzelnen aufkamen oder wie etwas gesehen wird. Wozu die Konsumauszeit genutzt wird oder über was sie anregt nachzudenken. Und ich kam selbst ins Grübeln, ob bei mir vielleicht irgend etwas kaputt ist? Ich denke darüber nicht sonderlich nach. Frage mich allerdings warum nicht?  Vielleicht geraden den Kopf zu voll.

Sich eine Konsumauszeit zu nehmen hat bei mir die Frage losgetreten, ob ich irgendwo minimalistische Züge im Alltag habe. Ich glaube nein. Nur weil ich Dinge regelmäßig ausmiste, statt sie zu horten, Bücher ertausche, statt sie zu kaufen oder  seit gefühlten Einhundert Jahren den selben Augenbrauen Puder benutze, statt mir ständig einen neuen zu kaufen bin ich wohl dennoch weit ab davon. Und in dieser Woche zwei habe ich auch bemerkt: mir würde shoppen schwer abgehen. Mir fehlt dieses „ich kauf mir jetzt etwas um mich zu belohnen“-Ding oder „um mir etwas zu gönnen“-Ding. Stattdessen bin ich dann zwar auf selbstgemachten Mandarinenquark umgeschwenkt oder habe mir die Nägel lackiert, aber dennoch glaube ich nicht ernsthaft dass es auf Dauer etwas für mich ist, nur noch Dinge zu erwerben, die ich absolut dringend und zwingend benötige.

Die zweite Woche lief allerdings viel besser als die Einstiegswoche in die Konsumauszeit. Sie startete am Sonntag mit dem Kauf eines Eisbechers, weil kein Nachtisch im Hause war und ich mitunter abdrehe, wenn ich nach dem Mittag keinen Nachtisch habe. Und jener Sonntag war so ein „Abdreh-Sonntag“. Also knapp 2,50 Euro für das seelische Rundumwohlgefühl geopfert. Und nicht mal ein schlechtes Gewissen bei gehabt. Und am Montag bin ich mit einem 5 Euro Schein in den Supermarkt gedackelt und habe mich mit Süßigkeiten eingedeckt. Von After Eight über Chocolate Chips bis zu was,  das ich schon wieder vergessen habe. So war der Sweetsjunkie in mir zufrieden und es drohte mir kein Koller, wenn ich in den Schrank sah und es hätte keine Schoki gegeben.
Witzigerweise habe ich die Woche zwei allerdings auch mit sehr viel Sport treiben auf Pur-Life verbracht und hatte gar nicht so viel Lust auf Süß und die ganzen Zuckerwaren reichten bis gestern und das sogar für 2 Personen.  Also hatte ich definitiv auch eine Konsumreduzierung bei meinem Konsum an Süßigkeiten – wollte ich eh schon lange mal in Angriff nehmen.

Binnen einer Woche habe ich es geschafft mir zwei relativ neue Pullover zu ruinieren, indem ich mit den feinen Fäden einmal an einem Reißverschluss hängen blieb und ein anderes Mal an einer Jeansniete. Verflucht war ich sauer! Normalerweise wäre der erste Gang gleich gewesen: neu kaufen/bestellen.
Und ich durchstöberte sogar einige Shops. Habe dann aber Pulli Nummer eins versucht zu reparieren und Pulli zwei zum in der Wohnung schlonzen auserkoren. Gehen zwar beide nicht mehr „für gut“, aber daheim darf man doch auch mal ein zusätzliches Loch im Lochmuster-Pullover haben… Finde ich nicht toll und entspricht auch nicht meiner Natur und ich mache das jetzt auch nur, weil ich in so einer Konsumauszeit stecke, aber ich spüre, dass das nicht zwingend immer etwas für mich ist. Hat was von schlampigem Teenager. Ich weis nicht. Ich werde damit nicht warm.  Vor allem nicht weil es Pullover waren, die gut passten und ich eh nicht so viele habe. Ich bin da schon sehr minimalistisch ausgestattet.  (Notiz an mich selbst: so langsam mal die 60% Kleidung verkaufen/tauschen die du noch hast und die dir Platz wegnehmen.)

Gekauft habe ich die Woche über nichts mehr. Und einige Abende hatte ich sogar eine Konsumauszeit was das allabendliche Anschauen meiner Serie betraf. Auch gab es kein allabendliches Hörspiel.  Stattdessen höre ich derzeit dem Dalai Lama zu, wie er sich eine bessere Welt vorstellt und gehe selbst mit mir und meinem derzeit melancholischen „Ich“ ins Gericht.

Ich habe das Gefühl, dass mich andere Dinge in Woche zwei so vereinnahmt haben, dass ich keine Impulse verspürte, die es einzudämmen  galt.  Also scheint mein Konsumverhalten auch stark von meinem seelischen Wohlbefinden abzuhängen und auch davon mit was ich mich gerade hauptsächlich auseinandersetze.  Insgesamt bin ich immer noch etwas leer im Kopf, nicht zuletzt auch wegen der ganzen Gedanken, die ich mir seit Freitag/Samstag mache.  Ich konsumiere definitiv viel Fühlen und wenig Denken im Augenblick.

Wir lesen uns dann entweder wieder zu Woche drei oder zusammengefasst zu Woche vier. Wir werden sehen…

Hier geht es zum Start der Konsumauszeit

4 Gedanken zu “Konsumauszeit November, meine zweite Woche

  1. Nancy T. schreibt:

    Ich mag deinen Ansatz. Einfach mal reflektieren, was man so immer kauft bzw. nicht kauft. Viele Beautyblogger wie Irma rechnen ja auch ihre monatlichen Beautyausgaben zusammen, und vergleichen dann, ob sie ihr Monatsmaximum eingehalten haben oder nicht.
    Liebe Grüße
    Nancy :)

  2. britti schreibt:

    Hallo, ich gestehe…ich habe 2 x gesündigt. Irgendwie bin ich nicht standhaft genug. Aber mein Konsum ist – bis auch einige Ausnahmen – auch zurückgegangen. Im Augenblick benutze ich lieber meine ganzen Sachen auf, als mir neue zu kaufen. Ich habe auch Glück, dass ich bei Gewinnspielen „gewonnen“ habe, so spare ich mir zusätzliche Ausgaben. Mal sehen, wie es nächste Woche wird. In diesem Sinne. LG, britti

  3. Babs schreibt:

    Ich kenne so was auch als „No Spend“ Monat. Mit gewissen Regeln.., manchmal tut das richtig gut, wenn man sich am Riemen reisst und unnötiges mal nicht ständig einkauft.

    Liebe Grüße
    Babs

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